Rückblick auf das museale Ausstellungs- und Veranstaltungsjahr 2017   

Das Jahr 2017 war für die Museen der Stadt Guben unter dem Arbeitsmotto „Kunst, Handwerk und Krwativität“ ein sehr erfolgreiches Jahr. 
6.632 Besucher, das sind 649 Besucher mehr als in 2016, nutzten dabei unsere vielfältigen musealen Angebote in beiden Museen der Stadt Guben.

Sie waren nicht nur Besucher unserer Dauer- und Sonderausstellungen, sondern haben u.a. vielfältige museumspädagogische Angebote genutzt, nahmen an deutsch-polnischen Projekten beiderseits der Neiße teil und interessierten sich für die zahlreichen Sonderveranstaltungen.

Insgesamt 11 Sonderausstellungen waren im Stadt- und Industriemuseum im vergangenen Ausstellungsjahr zu besichtigen. Darunter war auch die Sonderausstellung "Sandmann, lieber Sandmann...", die mit 1.807 Besuchern zur erfolgreichsten und meistbesuchtesten Ausstellung seit Bestehen des Stadt- und Industriemuseums avancierte. Zu den Sonderausstellungen kommen noch 73 Sonderveranstaltungen (wie z.B. Vernissagen, Vorträge, Workshops, Tagungen und umfangreiche museumspädagogische Angebote) hinzu, die insgesamt 4.159 Besuchern zählten. Unsere zahlreichen deutsch-polnischen musealen Angebote zeugen von der guten und intensiven Zusammenarbeit mit unseren polnischen Partnern, die wir Dank der Förderung durch die Euroregion Spree-Neiße-Bober Jahr für Jahr durchführen können.  In 2017 wurden insbesondere die Karikaturausstellung "Die Europa-Caricade" anlässlich 60 Jahre Europäische Union sowie die Erlebnis- und Aktionsausstellung "HANDwerk - Werke der Hand" intensiv von deutschen und polnischen Hortgruppen und Schulklassen besucht. Allein diese beiden Sonderausstellungen besuchten über 430 Schüler/innen, wobei gerade die Karikaturausstellung in den Schulunterricht integriert wurde.

Besondere Höhepunkte waren:

- die Sonderausstellung "Sandmann, lieber Sandmann" mit zahlreichen Originalrequisiten aus dem Sandmannstudio Berlin (mit insgesamt 1.807 Besuchern)

- die Osterausstellung "Kunst am Ei" mit 633 Besuchern

- die Sonderausstellung "Vom Handel, Transport und Umzügen - 200 Jahre Wilhelm Wilke Spedition" mit 531 Besuchern

- die Sonderausstellung "Faszination Landschaft" - Jubiläumsausstellung vom Gubener Maler Manfred Ewersbach mit 574 Besuchern

- zwei Sonderausstellungen zum Thema altes Handwerk mit mehr als 600 Besuchern 

- die vielfältigen musealen Angebote im Rahmen der 13. Museumsnacht im Landkreis Spree-Neiße unter dem Titel "Handwerk, Kunst und Kreativität beiderseits der Neiße" mit dem speziellen Angebot für Kinder und Jugendliche "Gestaltung von Graffiti-Hüten", die anschließend im Stadt- und Industriemuseum präsentiert wurden (insgesamt 2.252 Besucher zur 13. Museumsnacht) 

- die traditionelle deutsch-polnische Sonderveranstaltung im Rahmen des Gub'ner Adventskalenders "Weihnachtliches und Kulinarisches beiderseits der Neiße" - in diesem Jahr unter dem Motto "Weihnachtsmusik"

Die Entwicklung der Besucherzahlen in beiden Museen:

 2016 waren es 5.983 Besucher, 2017 zählten die Museen insgesamt 6.632 Besucher.

Die Personalsituation:

Seit dem 1. April 2015 sind für beide Museen der Stadt Guben zwei Mitarbeiterrinnen mit insgesamt 72 Wochenstunden für die gesamte museale Arbeit beschäftigt. Dabei werden allein 23 Stunden für die Absicherung der Öffnungszeit im Stadt- und Industriemuseum benötigt. Die verbleibenden Arbeitsstunden werden u.a. für die konzeptionelle Erarbeitung von Sonderausstellungen, Vor- und Nachbereitung von Ausstellungen und Veranstaltungen, Inventarisierung musealer Objekte, Pflege und Überwachung des Fundus, Katalogisierung und Digitalisierung von Museumsgegenständen, Vorbereitung und Durchführung museumspädagogischer Angebote, für die Absicherung der Öffnung auf Anfragen im Heimatmuseum "Sprucker Mühle", Recheranfragen und -aufgaben zur Gubener Geschichte, Verwaltungsarbeit (Aufzählung ist nicht abschließend) genutzt.

Ausblick auf 2018

Unter dem diesjährigen Arbeitsmotto "In Bildern durch das Jahr" sind im Ausstellungsjahr 2018 zunächst acht Sonderausstellungen im Stadt- und Industriemuseum sowie ca. 70 Sonderveranstaltungen in beiden Museen der Stadt Guben geplant. Erfahrungsgemäß steigt im Laufe des Jahres die Anzahl der Sonderveranstaltungen jedoch aufgrund der Nachfragen von Kitaeinrichtungen und Schulen sowie von Vereinen und Partnern noch an.

Ausstellungen werden u.a. sein: die Osterausstellung "Kunst - Eier - Variationen" mit einzigartigen Exponaten in Durchbruchtechnik von Inge Ewersbach und Edwin Keller (2. März - 8. April) sowie die Sonderausstellung "Glockenhut, Schiebermütze, Filzkappe & Co" mit vielfältigen Interaktionsangeboten, die vom Archiv historische Alltagsfotografie (AhA) in Kooperation mit den Museen der Stadt Guben konzipiert wird (Juni - Oktober)

Denkanstöße geben sicherlich die Sonderausstellungen "Karl Vouk. SATKULA. Oder die wa(h)re Landschaft" (19. Januar - 25. Februar); eine Ausstellung zum Thema "Baumschutz" in Brandenburg (5. - 25. Februar) sowie auch die Sonderausstellung "Deutsche aus Russland. Geschichte und Gegenwart" (16. Oktober - 15. November) 

Auch in diesem Jahr präsentieren wir wieder eine Jubiläumsausstellung. Von April bis Mai präsentiert Bettina Pfeiffer eine Bilderausstellung unter dem Titel "So bunt wie das Leben". Neben Aquarellen, Arbeiten in Acryl-, Pastell- und Mischtechniken zeigt sie auch eigene Keramiken.

Veranstaltungshöhepunkte sind ganz sicher wieder die Sonderveranstaltung zum Internationalen Museumstag, welcher in diesem Jahr am 13. Mai unter dem Motto "Neue Wege, neue Besucher" stattfindet; die musealen Angebote zur 14. Museumsnacht am 1. September 2018 sowie die traditionelle deutsch-polnische Sonderveranstaltung im Rahmen des Gub'ner Adeventskalenders, die in diesem Jahr am 10. Dezember 2018 durchgeführt wird. 

Und natürlich sind auch wieder weitere museale Angebote wie Workshops, Führungen und Vorträge in Planung. Zu erfahren sind diese zeitnah in der regionalen Presse sowie auf unserer Museumswebseite unter der Rubrik Aktuelles.

Liebe Leser,

meine Kollegin und ich würden uns sehr freuen, wenn wir Sie auch in diesem Jahr wieder in einem der beiden Museen begrüßen dürfen und Sie unsere vielfältigen musealen Angebote wahrnehmen. In unserem Gästebuch oder auch gern in einem persönlichen Gespräch freuen wir uns auf Ihr Feedback sowie über Anregungen und Ideen für weitere museale Projekte. Wenn Sie unsere Arbeit gern ehrenamtlich begleiten und unterstützen möchten, können Sie sich unter unseren Kontaktdaten bei uns melden. Wir würden uns sehr darüber freuen!

Heike Rochlitz, Leiterin der Museen der Stadt Guben