Vor dem Ausblick ein musealer Rückblick auf das Ausstellungs- und Veranstaltungsjahr 2016   

Das Jahr 2016 war für die Museen der Stadt Guben unter dem Arbeitsmotto „10 Jahre Museumsarbeit in der ehemaligen Wilkeschen Hutfabrik“ ein sehr erfolgreiches Jahr. 
5.979 Besucher, ob jung oder alt, nutzten dabei unsere vielfältigen musealen Angebote in beiden Museen.

Sie waren nicht nur Besucher unserer Dauer- und Sonderausstellungen, sondern haben u.a. vielfältige Museumspädagogik erfahren, nahmen an deutsch-polnischen Projekten beiderseits der Neiße teil und interessierten sich für die zahlreichen Sonderveranstaltungen u.a. zu besonderen geschichtlichen Anlässen bezogen auf unsere Heimatstadt Guben.

Insgesamt 13 Sonderausstellungen (4 mehr als in 2015), davon 12 im Stadt- und Industriemuseum und 1 in der Museumsscheune des Heimatmuseums "Sprucker Mühle", präsentierten wir unseren Besuchern und Gästen der Stadt Guben. Dazu kamen 74 Sonderveranstaltungen (Vernissagen, Lesungen, Museumspädagogik, Vorträge, Führungen, Workshops, Sonderveranstaltungen zu besonderen geschichtlichen Anlässen, deutsch-polnische Projekte, Tagungen, etc.). Viele deutsch-polnische museale Angebote zeugen von der guten und intensiven Zusammenarbeit mit unseren polnischen Partnern. Auch in 2016 besuchten uns wieder besonders viele Kitaeinrichtungen sowie Schüler der Grund- und weiterführenden Schulen. Hervorzuheben ist hier die gestiegene Anzahl der Besuche der Gubiner Grundschule 2.

Besondere Highlights waren:

- die Sonderausstellung "Sandmann, lieber Sandmann" mit zahlreichen Originalrequisiten aus dem Sandmannstudio Berlin

- die seitens des Museums eigens konzipierte Sonderausstellung "Und es gibt sie immer noch: Filzhut, Viguhut & Co - Vom Wilkehut und anderen Gubener Geschichten" anlässlich des 10jährigen Bestehens des Stadt- und Industriemuseums mit 925 Besuchern

- die einzigartige Osterausstellung "Kunstvolle Eierei" von Inge Ewersbach, Ingrid & Edwin Keller sowie Carola Huhold mit 598 Besuchern

- aber auch Ausstellungen zur Gubener Geschichte, wie die zur einstigen Gubener Fischfabrik und zur Villa Wolf des deutsch-amerikanischen Architekten Mies van der Rohe

- die vielfältigen musealen Angebote inkl. einer kleinen Sonderausstellung im Rahmen der 12. Museumsnacht im Landkreis Spree-Neiße im historischen Torhaus - der einstigen Privatvilla des Hutfabrikanten Max Wilke in Zusammenarbeit mit den polnischen Kollegen des Vereins Freunde des Gubiner Landes, wo wir insgesamt 1.180 Besucher begrüßen durften 

- die 2. Auflage des Herbstfestes auf dem Gelände des Heimatmuseums "Sprucker Mühle" unter dem Motto "Herbstzauber - Kreatives und Musikalisches", welches in Zusammenarbeit mit der Gubener Kunstgilde e.V. im Rahmen ihres 25jährigen Bestehens gestaltet wurde

- die nunmehr traditionelle deutsch-polnische Sonderveranstaltung im Rahmen des Gub'ner Adventskalenders "Weihnachtliches und Kulinarisches beiderseits der Neiße" - in diesem Jahr unter dem Motto gemeinsames Backen von traditionellen Weihnachtsplätzchen

Die Entwicklung der Besucherzahlen:

2015 konnten wir 3.818 Besucher zählen; 2016 waren es 5.979 Besucher.

Die Personalsituation:

Seit Mai 2013 hatten wir immer wieder personelle Engpässe, die z.T. Auswirkungen auf unsere Arbeit darstellten. Seit dem 1. April 2015 sind für beide Museen der Stadt Guben zwei Mitarbeiterrinnen mit insgesamt 72 Wochenstunden beschäftigt. Dabei werden allein 23 Stunden für die Absicherung der Öffnungszeit im Stadt- und Industriemuseum benötigt. Die verbleibenden Arbeitsstunden werden u.a. für die konzeptionelle Arbeit, die Museumspädagogik u.a. für Kinder- und Schülergruppen, zur Umsetzung der Marketingstrategien, für die Absicherung der Öffnung auf Anfragen im Heimatmuseum "Sprucker Mühle", für die Wahrnehmung von Außenterminen, Absprachen und Planungen mit Ausstellungsinteressenten, Katalogisieren und Ordnen von Museumsgegenständen, für die reinen musealen Tätigkeiten, wie das Sammeln , Bewahren, Forschen, Dokumentieren, Ausstellen und Vermitteln (Aufzählung ist nicht abschließend) genutzt.

Musealer Ausblick auf 2017

Unter dem Motto "Kunst, Handwerk und Kreatives" sind im Ausstellungsjahr 2017 zunächst 10 Sonderausstellungen im Stadt- und Industriemuseum und 1 im Heimatmuseum "Sprucker Mühle" sowie ca. 80 Sonderveranstaltungen in beiden Museen der Stadt Guben geplant. Erfahrungsgemäß steigt im Laufe des Jahres die Anzahl der Sonderveranstaltungen noch an, aufgrund der Nachfragen von Kitaeinrichtungen und Schulen sowie der Vereine und unserer Partner.

Ausstellungshighlights werden u.a. sein: die Osterausstellung mit neuen einzigartigen Exponaten in Durchbruchtechnik von Inge Ewersbach und Edwin Keller; die Sonderausstellung anlässlich des 200jährigen Bestehens der Firma Wilhelm Wilke Spedition sowie die Ausstellung "Die Europa-Caricade". Weiterhin werden wir präsentieren: die Jubiläumsausstellung von Manfred Ewersbach, die Sonderausstellung "HANDwerk", eine kleine Ausstellung zur Gubener Eisenbahngeschichte vom Verein Pro Guben und natürlich auch wieder eine Weihnachtsausstellung.  

Veranstaltungshightlights sind ganz sicher wieder die Sonderveranstaltung zum Internationalen Museumstag, welcher dieses Jahr am 21. Mai stattfindet; die musealen Angebote zur 13. Museumsnacht am 9. September 2017 sowie die traditionelle deutsch-polnische Sonderveranstaltung im Rahmen des Gub'ner Adeventskalenders.  Nicht zu vergessen die Vorträge zur Gubener Geschichte sowie die zahlreichen museumspädagogischen Angebote, die innerhalb unserer vielfältigen Sonderausstellungen stattfinden werden. Es sind auch wieder deutsch-polnische Projekte geplant, die sich gemeinsam mit unseren Partnern bereits in der Planung befinden.

Und natürlich werden wieder viele weitere museale Angebote wie Fotoaktionen, Vorträge zu unterschiedlichen Themen oder auch Workshops vorbereitet. Zu erfahren sind diese zeitnah in den verschiedensten Medien und auf dieser Webseite.

Liebe Leser,

meine Kollegin und ich würden uns sehr freuen, wenn Sie auch in diesem Jahr unsere musealen Angebote wahrnehmen und unsere Gäste sind. In unserem Gästebuch, gern auch in einem persönlichen Gespräch, freuen wir uns auf Ihr Feedback über unsere Arbeit sowie über Anregungen und Ideen für weitere museale Projekte. Wenn Sie unsere Arbeit gern ehrenamtlich begleiten und unterstützen möchten, können Sie sich unter unseren Kontaktdaten bei uns melden. Wir würden uns sehr darüber freuen!

Heike Rochlitz, Leiterin der Museen der Stadt Guben